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Fit für den Lehrerberuf?
Ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung, den wir allen Studierenden empfehlen.
Mit der Berufung von Elsbeth Stern zum 1. Oktober 2006 auf eine ordentliche Professur für Lehr- und Lernforschung wurde an der ETH ein Schwerpunkt zu den kognitionswissenschaftlichen Grundlagen des schulischen Lernens gebildet. Die Professur ist Teil des Institutes für Verhaltenswissenschaften im Departement für Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften (D-GESS) und löst die frühere Professur für Verhaltenswissenschaften und Didaktik ab.
Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die kognitionswissenschaftlichen Grundlagen des schulischen Lernens. Zu den großen Rätseln der Menschheit gehört die Frage, was unser Gehirn, das auf einem mindestens 40.000 Jahre alten genetischen Bauplan basiert, in die Lage versetzt, in relativ kurzer Zeit das im kulturellen Kontext entstandene Wissen zu erwerben. Schriftsprache, Mathematik sowie naturwissenschaftliche Erklärungen und Begriffe haben sich in der Geschichte der Menschheit zwar erst recht spät entwickelt, können aber dennoch mit Hilfe von institutionalisierten Lerngelegenheiten in wenigen Jahren auch von Individuen erworben werden, die über keine herausragende Begabung verfügen. Gegenstand der Lehr- und Lernforschung ist es, das Zustandekommen schulischen Lernens zu erklären und Möglichkeiten der Optimierung zu finden.
Im Mittelpunkt unserer Arbeiten steht der Erwerb von Wissen, welches das Verstehen komplexer Zusammenhänge in der Mathematik und den Naturwissenschaften ermöglicht. Das Ziel ist dabei einerseits, zur Verbesserung der schulischen Lerngelegenheiten in der Mathematik und in den Naturwissenschaften beizutragen und andererseits das menschliche Lernen besser zu verstehen. Wenn wir herausfinden möchten, worin genau sich das menschliche Gehirn von dem anderer Lebewesen unterscheidet, dann müssen wir den Menschen bei Tätigkeiten beobachten und untersuchen, die nur ihm vorbehalten sind. Das Verständnis von Mathematik und Naturwissenschaften gehört dazu.
Wir untersuchen den Erwerb und die Nutzung von Wissen vorwiegend in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften, indem wir kognitionswissenschaftliche und pädagogische Ansätze integrieren.
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